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persönlicher Kommentar

Muttis tote Hand, Politclowns und Integrität

Es ist Donnertag… ich weiß. Aber es hält mich nicht davon ab einen Montagsgedanken zu schreiben, da nicht alles an einem Montag passiert. Ist so!

Nachdem ich die Woche meinen Lieblingssender WDR5 bei Tagesgespräch reinhörte, was die Bundestagswahlen zum Thema hatte, und auch andere Medien mich bemühte, beschleicht mich das Gefühl, das Mutti keinen Finger krum machen muss, um die Bundestagswahlen zu gewinnen.

Ich weiß es echt nicht. Vielleicht sind Ihre Rautenhände auch schon tot. Wieso auch? Sie kann sich hinter allgemeine Statements und nichtssagenden Floskel sich verstecken und trotzdem wird der deutsche Michel mit Schlafsand der CDU in den Augen sie wieder wählen, weil "Mutti ist die Beste! Alle anderen sind S******pen!" Denn wer soll Ihr noch Konkurrenz machen?

Martin Schulz (Messias und Heilsbringer a.D. der SPD) versucht Ihr zwar ans Bein zu pinkeln, was aber peinlich und schrill wirkt, da er keine wirklichen Antworten auf die soziale Gerechtigkeit weiß oder sich nicht mit der SPD traut, sich von der Agenda 2010 auch bekannt als Hartz VI, die er mitverantwortete und dem Volksverräter, sich zu distanzieren - weil dies ein Eingeständnis für das Politikversagen der SPD darstellt und zugeben müsste, das Hartz VI ein Edsel* war. Und der Horst Seehofer, exaliter Hofnaar und Eminenz der CSU, der je nach Windlage seine Meinung kundtut (man nennt solche Leute auch Opportunisten), versucht sich im Windschatten von Muttis Hüften seine Position zu stärken und fabuliert schon für die Zukunft, mit wen er keine Koaltion eingehen wird; den Grünen, die schon selbst knapp an der 5% Hürde sich blutig schrammen, aber solange die Ihre Grundwerte verraten und sich an der Drogen "Macht" klammern, anderen Parteien die Ideen klauen, ist alles in Ordnung "Autsch! Da war aber knapp… Hauptsache, wir sind noch dabei… Autsch! Erstmal sich selbst versorgen und dann weiter schauen… Autsch!"  Und ein weiter Politclown will wieder zurück in die CSU, Karl-Theodor, Freiherr von und zu Münchhausen… pardon Guttenberg, der nach seinem 6-jährigem Exil aus den Staaten wieder ein Neuanfang wagt. Wenn das mal gutgeht (kupferst du noch ab oder Guttenbergst du schon?).

Naa? Fällt einem da was auf? Wenn nicht, sollte man sich den Abschnitt beginnend mit "Martin Schulz…" nochmal durchlesen. Die Politclowns tanzen um Mutti herum in der Manége, während sie als Dompteur die Peitsche in der Hand hält und die Zirkusshow Bundestagswahlen fürs Publikum (den Wählern) schmackhaft macht und alle schreien "Noch eine 4. Vorstellung!"

Das Schlimmste was ich im Tagesgespräch vom WDR5 von einer Hörerin zu hören bekam, war das es eine verlorene Stimme sei, wenn man die Kleinstparteien wählt. Sicher, Kleinstparteien wie die ÖDP, die jetzt rasanten Zuwachs bekommen, werben dann Stimmen ab. Die sind aber nicht verloren, sondern für die Etablierten. Weil die Leute, die sich in den Kleinstparteien engagieren, sind Leute wie du und ich, keine aalglatten, teflonbeschichten Politprofis, die Standardfloskeln und Worthüseln ballern. Die haben keine Lust mehr auf die ewig gleiche Zirkusvorstellung. Sie wollen eine bessere Zukunft für sich, ihre Kindern und für den Planeten. Was die Politik braucht ist Ehrlichkeit und Integrität. Ehrlichkeit?! Integrität?? OMG!Ehrlichkeit ist der Tod des neo-liberalen Lobbyismus! Integrität bei Politikern? Eher friert die Hölle zu, als das ein Politiker einen Fehler eingesteht. Integrität ist, wenn die innere Haltung mit der äußeren Handlung übereinstimmt. Ausgerecht da wird da wieder der Volksverräter der SPD (dessen Namen man kennt, aber nicht nennt) kritisiert, da er wieder zu einer anderen Gasgesellschaft wechselt und zwar vom Lügenbaron Münch… Guttenberg "Alte Liebe Rosneft nicht."

 

* Ein Edsel war ein Auto von Ford, welches 1957 gebaut wurde, was aber von vorne bis hinten ein Reinfall war.

Autor/in:
Yen-Chih Lin
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Wichtiger Hinweis:
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