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Alternativlos ist nix!

Die ÖDP fordert bereits seit Jahren eine Abkehr von Höher-Weiter-Schneller und ein ökologisch finanziertes Grundeinkommen

Von Kurt Rieder

 

"Cornona" zeigt den Menschen Ihre Begrenztheit auf.

Innerhalb weniger Wochen krempeln mikroskopisch kleine Viren den so sicher und unverrückbar geglaubten Alltag des omnipotenten Homo Sapiens um.

Unser lieb gewonnenen und für selbstverständlich gehaltenen Gewohnheiten in unserer Konsum_ und Spaßgesellschaft sind von einem Tag auf den anderen in Frage gestellt.

 

Unser Wertekanon wird im Zeitraffertempo verändert.

 

Es geht nicht mehr um Arbeit für jeden, Leistung durch alle!

In wenigen Tagen wird eine fest abgegrenzte Berufsliste mit sogenannten systemrelevanten Aufgaben aus dem Hut gezaubert. Alle anderen Tätigkeiten haben sich dem neuen Problem unterzuordnen und müssen ruhen.

 

Keine Kurztrips mehr nach Übersee, selbst Reisen ins benachbarte Ausland untersagt. Keine Fahrten in die Vergnügungsparks, das Auto bleibt in der Garage, die Flugzeuge im Hangar. All die dahingedüsten Kilometer auf einen Schlag passé - "Individuelle Massen-Globalisierung" ade.

 

Keine Live- und Talkshows mehr im Fernsehen, kein Ball rollt mehr auf dem Rasen, auf dem Tennisplatz oder in der Halle. Keine Sport-Wetten mehr, kein Shopping Bummel, kein Konsum - all die Gelder, die zur Sofortbefriedigung und für den Nervenkitzel ausgegeben werden - auf einmal eingespart.

 

Stattdessen Beschränkung auf sich selbst - vielleicht noch auf Kernfamilie - auf unmittelbare Nachbarschaft - auf die kleine Welt vor der eigenen Haustür.

 

Zeit für... ja, für was eigentlich?

 

Woraus besteht das Leben, wenn nicht aus Arbeit, Konsum, ablenkenden Vergnüglichkeiten, Events und Urlaub in ferne Ländern?

 

Zeit für das Wesentliche und das, was Leben und Dasein letztendlich ausmachen - woran man sich normalerweise erst erinnert, wenn der eigene Weg zu Ende geht - was viele Menschen bereuen, nicht oder nicht genügend getan zu haben, wenn der Sensemann vor der Tür steht.

 

Zeit für Muße, für produktives Nichtstun, zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und die Zeit danach

 

Zeit für wirkliche Freunde, einem wirklich nachstehenden Menschen - nicht Like-Freunde auf Social-Media

 

Zeit für Hobbys und Interessen, echte Begabungen und Talente - nicht nur die, die Geld einbringen oder Karriere ermöglichen

 

Zeit für künstlerische,  musische, sportliche, spirituelle, forschende Aktivitäten

 

Zeit, alles langsamer und dafür in Ruhe, mit Verstand und Bedacht zu tun

 

Nutzen wir also das "Problem Corona” , um während des Problems endlich über die Ursachen nachzudenken und nach dem Problem ein anderes, ein strukturiertes individuelles, gesellschaftliches und global anders gestaltetes (Über-) Lebensmuster anzugehen? Aus Überzeugung? Oder lernen wir nur aus Zwang, Übel und Verordnungen bis das Problem vorbei ist und danach machen wir weiter wie bisher? Jede Wette: dann steht das nächste Problem schon vor der Tür!

 

Es gibt eine Alternative zu unserem als alternativlos betrachteten Wirtschaftsmodell, in dem nur Leistung und Wachstum zählt.

 

Eine Wirtschaft, die ökologisch als auch sozial und mehr regional ausgerichtet ist und in der ein hauptsächlich aus ökologischen Abgaben finanziertes Grundeinkommen für alle Menschen gezahlt wird, damit Leistung um jeden Preis, Mobilität und Pflichtkonsum zur Erhaltung von (offensichtlich ja nicht systemrelevanter) Arbeit nicht weiterhin die erste Geige spielen.


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