Kernkraft-Demo in Lingen

Atomrisiko jetzt beenden - Demo Juni 2018

Zur Demo gegen die Atombrennstäbeproduktion und deren Lieferung an ausländische AKW-Betreiber hatten mehrere nationale und internationale Bündnisse der Anti-AKW-Bewegung aufgerufen.

Insgesamt folgten gut 500 Aktivisten dem Aufruf, die teilweise mehrere hundert Kilometer Anreise in Kauf nahmen. Mit dabei war die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) durch Demonstranten aus dem organisierenden Kreisverband Aachen sowie aus den Landesverbänden NRW und Niedersachsen. Auch Prof. Dr. Klaus Buchner (MdEP) ließ es sich nicht nehmen, trotz langer Anreise an der Demo in Lingen teilzunehmen. Zusammen mit Iko Schneider (Landesschatzmeister Niedersachsen), Renate Maeule (stellv. Landesvorsitzende NRW) und Kurt Rieder vom neu gewählten Bundesvorstand waren die Ökodemokraten "hochkarätig" vertreten, während man Aktivisten der Grünen oder anderer sogenannter etablierter Parteien vergeblich suchte.

Mit Sprüchen wie "Lingen, Gronau & Konsorten - bringen Tod an and´ren Orten!" oder "Brennelemente und Urananreicherung in Deutschland für marode ausländische AKWs endgültig stoppen" sowie mit einstudierten Gesängen zogen die Demonstranten vom AKW bei Lingen, wo die Auftaktkundgebung stattfand, die ca. 2,5 km lange Strecke zur Brennelementefabrik. Dort rundeten verschiedene Kurzvorträge und musikalische Einlagen die gelungene Veranstaltung ab, nur unterbrochen von simulierten "Störfallsituationen" mit Sitz- und Liegeblockaden.

Einig waren sich die Demonstranten: "Es ist viel zu billig, mit dem Finger ins benachbarte europäische Ausland (Belgien, Frankreich, Tschechien) zu zeigen. Deutschland muss vielmehr endlich seine Mitverantwortung am Betrieb maroder ausländischer AKWs eingestehen und sofort die weltweite Lieferung der Brennelemente aus Lingen stoppen".

ÖDP-Demonstranten gegen Brennelemente
Störfall-Simulation vor dem AKW Lingen am 09.06.2018

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