25.04.2016

Der Montagsgedanke

Im "Montagsgedanken" kommen die Meinungen von ÖDP Mitgliedern und Gästen zu Wort, die zum aktuellen Ereignissen und Themen Stellungen nehmen.

Diese spiegeln grundsätzlich die persönliche Ansicht des Kommentators wider und nicht unbedingt die des Kreisverbands Aachen oder die der ÖDP im Allgemeinen.

Der Montagsgedanke vom 28.08.2017

Muttis tote Hand, Politclowns und Integrität

von Yen-Chih Lin

Es ist Donnertag… ich weiß. Aber es hält mich nicht davon ab einen Montagsgedanken zu schreiben, da nicht alles an einem Montag passiert. Ist so!

Nachdem ich die Woche meinen Lieblingssender WDR5 bei Tagesgespräch reinhörte, was die Bundestagswahlen zum Thema hatte, und auch andere Medien mich bemühte, beschleicht mich das Gefühl, das Mutti keinen Finger krum machen muss, um die Bundestagswahlen zu gewinnen.

Ich weiß es echt nicht. Vielleicht sind Ihre Rautenhände auch schon tot. Wieso auch? Sie kann sich hinter allgemeine Statements und nichtssagenden Floskel sich verstecken und trotzdem wird der deutsche Michel mit Schlafsand der CDU in den Augen sie wieder wählen, weil "Mutti ist die Beste! Alle anderen sind S******pen!" Denn wer soll Ihr noch Konkurrenz machen?

Martin Schulz (Messias und Heilsbringer a.D. der SPD) versucht Ihr zwar ans Bein zu pinkeln, was aber peinlich und schrill wirkt, da er keine wirklichen Antworten auf die soziale Gerechtigkeit weiß oder sich nicht mit der SPD traut, sich von der Agenda 2010 auch bekannt als Hartz VI, die er mitverantwortete und dem Volksverräter, sich zu distanzieren - weil dies ein Eingeständnis für das Politikversagen der SPD darstellt und zugeben müsste, das Hartz VI ein Edsel* war. Und der Horst Seehofer, exaliter Hofnaar und Eminenz der CSU, der je nach Windlage seine Meinung kundtut (man nennt solche Leute auch Opportunisten), versucht sich im Windschatten von Muttis Hüften seine Position zu stärken und fabuliert schon für die Zukunft, mit wen er keine Koaltion eingehen wird; den Grünen, die schon selbst knapp an der 5% Hürde sich blutig schrammen, aber solange die Ihre Grundwerte verraten und sich an der Drogen "Macht" klammern, anderen Parteien die Ideen klauen, ist alles in Ordnung "Autsch! Da war aber knapp… Hauptsache, wir sind noch dabei… Autsch! Erstmal sich selbst versorgen und dann weiter schauen… Autsch!"  Und ein weiter Politclown will wieder zurück in die CSU, Karl-Theodor, Freiherr von und zu Münchhausen… pardon Guttenberg, der nach seinem 6-jährigem Exil aus den Staaten wieder ein Neuanfang wagt. Wenn das mal gutgeht (kupferst du noch ab oder Guttenbergst du schon?).

Naa? Fällt einem da was auf? Wenn nicht, sollte man sich den Abschnitt beginnend mit "Martin Schulz…" nochmal durchlesen. Die Politclowns tanzen um Mutti herum in der Manége, während sie als Dompteur die Peitsche in der Hand hält und die Zirkusshow Bundestagswahlen fürs Publikum (den Wählern) schmackhaft macht und alle schreien "Noch eine 4. Vorstellung!"

Das Schlimmste was ich im Tagesgespräch vom WDR5 von einer Hörerin zu hören bekam, war das es eine verlorene Stimme sei, wenn man die Kleinstparteien wählt. Sicher, Kleinstparteien wie die ÖDP, die jetzt rasanten Zuwachs bekommen, werben dann Stimmen ab. Die sind aber nicht verloren, sondern für die Etablierten. Weil die Leute, die sich in den Kleinstparteien engagieren, sind Leute wie du und ich, keine aalglatten, teflonbeschichten Politprofis, die Standardfloskeln und Worthüseln ballern. Die haben keine Lust mehr auf die ewig gleiche Zirkusvorstellung. Sie wollen eine bessere Zukunft für sich, ihre Kindern und für den Planeten. Was die Politik braucht ist Ehrlichkeit und Integrität. Ehrlichkeit?! Integrität?? OMG! Ehrlichkeit ist der Tod des neo-liberalen Lobbyismus! Integrität bei Politikern? Eher friert die Hölle zu, als das ein Politiker einen Fehler eingesteht. Integrität ist, wenn die innere Haltung mit der äußeren Handlung übereinstimmt. Ausgerecht da wird da wieder der Volksverräter der SPD (dessen Namen man kennt, aber nicht nennt) kritisiert, da er wieder zu einer anderen Gasgesellschaft wechselt und zwar vom Lügenbaron Münch… Guttenberg "Alte Liebe Rosneft nicht."

 

* Ein Edsel war ein Auto von Ford, welches 1957 gebaut wurde, was aber von vorne bis hinten ein Reinfall war.

07.08.2017

Der Montagsgedanke vom 07.08.2017

Ei, Ei, Ei… was haben wieder da? Ein weiterer Lebensmittelskandal…

von Yen-Chih Lin (chemisch-technischer Assistent)

 

Also, bevor alle panisch wieder herumschreien und wie ein kopfloses Huhn im Kreis rumlaufen…

Das BfR, Bundesinstitut für Risikobewertung, ein unabhängiges Institut das sich mit allen Verbraucher Produktfragen sich beschäftigen, von bleihaltigen Farben in Spielzeugen aus China bis zu Fipronil… hat eine geringes Risiko für Erwachsene und Kinder eingeschätzt für den Verzehr der belasteten Eier. Der Durchschnittwert der Belastung von 0,11 mg unterschreitet bei weitem dem Grenzwert von 0,72 mg/kg Körpergewicht; was bedeutet: ein Erwachsener kann unbedenklich 7 Eier auf einmal essen, ohne langzeitliche Schäden befürchten zu müssen. Bei Kindern sollte man aus Vorsicht diese belasteten Eier nicht essen lassen.

Aber, was haben wir davon? Ein weiteren Lebensmittelskandal, der zum Teil auch wieder von den Medien ausgeschlachtet und aufgebauscht wird. Zum Zeitpunkt des Montagsgedanken schieben sich die Belgischen Behörden den schwarzen Peter den Niederländern zu, weil sie bei der Kommunikation sich ein wenig zuviel Zeit gleassen hätten und die Erkenntnis der Fipronil Eier schon seit November 2016 hätten. Und das obwohl der Hersteller des Insektizids in Belgien liegt…

Wobei ich mittlerweile zu der Meinung gekommen bin, das sich Belgien immer mehr nach einer Bananenrepublik anhört, wenn man dessen Versagen von verschiedenen Dingen der letzten Jahre ansieht…

Das Gute an der Sache ist, die Kontrollen in Deutschland funktionieren…

Das Schlechte: Der Bürger ist verunsichert und als Stammtisch Gespräch wird man sich wieder fragen "Was können wir heute noch essen?"

*Seufz* Ich wünschte, Chemie müsste als Abitur Pflichtprüfung eingeführt werden, dann könnte der Verbraucher eine mündigere und rationalere Entscheidung treffen was solche Sachen angeht.

Ich persönlich habe letzten Freitag meine gekauften Eier mit den Ident-Code auf der BfR Seite abgeglichen, ob diese eventuell belastet waren (wären sie es, hätte ich sie trotzdem wegen der niedrigen Grenzwerte gegessen) - machte mir ein paar Spiegeleier und genoß sie.

Manchmal werden Skandale nicht so heiß gegessen wie sie gekocht werden. Guten Appetit!

Weitere Infos:

www.bfr.bund.de/de/start.html

de.wikipedia.org/wiki/Fipronil

Der Montagsgedanke vom 05.06.2017

Der Rest der Welt tobt - Trump kündigt das Klimaschutzabkommen! 

von Kurt Rieder

Und deutsche Politik und "germanische Wirtschaft" sind ganz vorne beim "Bestürztsein" mit dabei. 
Aber ist Deutschland wirklich "Mr. & Mrs. Sauberland", das es auf den ersten Blick vielleicht zu sein scheint? Mitnichten! 
WIr haben alle "Sauereien" längst ins Ausland, möglichst in ferne Kontinente verlagert. Dort können dann für unsere rimportierten Textilien und Pharmazeutika die Sozial- und Umweltstandards mit Füßen getreten werden. Dorthin kann auch unser ganzer Konsummüll abtransportiert und endgelagert werden. 
Und selbst in unserer Region hieß es noch vor kurzem im NRW-Wahlkampf, als es um den notwendigen Ausstieg aus der Braunkohlepolitik ging: "Wir gefährden doch nicht hunderte Arbeitsplätze bei RWE und Rheinbraun. Klimaschutz ist zwar wichtig, aber....
"Heiliger Sankt Florian - verschon´ mein Haus zünd´and´re an!" 
Solange ständiges Wirtschaftswachstum und die "Schimäre Vollbeschäftigung" -koste es, was es wolle- propagiert, solang ein Weltwirtschaftsgipfel dem nächsten pseudo-religionsmäßig mit dem Abschluss immer neuer Freihandelskommen zur globalen Absatzsteigerung vorangepeitscht wird, so lange wird Klimaschutz und Umweltpolitik nur in Sonntagsreden umgesetzt, auch und gerade mit massiver Unterstützung der deutschen Politik. 
Wir hier müssen radikal umdenken und das liegt in unserer Verantwortung. Es ist einfach zu billig, nur auf einen ohnehin durchgeknallten Übersee-Präsidenten zu zeigen.

28.11.2016

Der Montagsgedanke vom 28.11.2016

Splittingtarif splitten!

Lebensfreude fühlt sich gut an und das ist auch gut so

von Marcus Scheimann

Soll der Staat dieses Gefühl unterstützen?

Unser Gefühl der Liebe wird unterstützt. Ehepaare werden steuerlich durch den sog. Splittingtarif entlastet und können ihre Liebe mit etwas weniger finanzieller Last leben. Der Staat, dieses abstrakte demokratische Gebilde aus Bürgern, die sich von Politikern vertreten lassen, die wiederum Gesetze wie den § 32a Abs. 5 EStG (Splittingtarif) entwickeln. Warum dieser Paragraph mit der Begünstigung von Ehepaaren? Warum werden die Einkommen der Eheleute zusammengerechnet und dann dem günstigeren Tarif anstelle des normalen unterworfen? Die Antwort liegt auf der Hand: Der Staat, also wir Bürger, konzipierten die Ehe als Institution, damit wir durch sie wirklich leben können, eine Zukunft haben und neuen Generationen Leben ermöglichen. Liebe vermehrt sich eben, wenn man sie teilt. Hört sich kompliziert an, ist aber so. Dass Kinder hierfür (auch) die Basis bilden ist klar und nun wird’s berechnend, mechanisch, ja unromantisch. Der Splittingtarif ist funktionalistisch. Die Gesellschaft, dieses höchst komplexe und dynamische Gebilde, funktioniert besser und ermöglicht Zukunft. Denn Familien sind nicht nur besonders aktive Zellen sondern auch Produzenten. Produzenten baldiger Beitragszahler, Beitragszahler zu den umlagefinanzierten Sozialversicherungen.

Meiner, sich stets weiter entwickelnden, Meinung nach, hat der Staat nicht die Aufgabe, das Gefühl der Liebe finanziell zu unterstützen, sehr wohl aber die Förderung von Familien. Lasst uns über einen Familientarif nachdenken (vielleicht im Rahmen einer groß angelegten, nachhaltigen und auf Ressourcenbesteuerung zielenden, entbürokratisierenden Steuerreform?)!

Eine Art Familientarif würde nebenbei die ungleiche steuerliche Behandlung kinderloser Hetero-Ehen und gleichgeschlechtlicher eingetragener Partnerschaften verhindern. Beide würden natürlich normal besteuert. Exkurs: Was ist eigentlich normal?

Und was ist mit der Liebe? 

Liebe ist weiterhin kostenlos und das schönste Gefühl der Welt.

PS: Sollten wir auch über eine Art Familienwahlrecht nachdenken?

Widerlich, einfach nur widerlich!!!

von Yen-Chih Lin

Was haben Geld, Politikern und Lobbiysten gemeinsam?

Sie gehen als ein Dreier ins Bett… (Lacher aus der Tonkonserve)

Was denn? Lacht ihr nicht über den Witz?

Heiko Maas sollte davon nichts gewusst haben? Als Spitzenpolitiker? Ich hör momentan das Tagesgespräch zu diesem Thema und es kommt mir wieder das kalte Kotzen. Wie tief kann die Politik noch sinken? Sex Arbeiterinnen haben da noch mehr Ehre und Anstand als ein Politiker. Spitzenpolitiker der Etablierten sind nicht ehrlich, sind geldgeil, lassen sich bestechen und tuen wohl alles, solange das Geld fließt. In der Science FIction Serie Star Trek gibt es eine Rasse, die dem "Homo Ökonomicus" entspricht, den Ferengis. Nichts anderes sind diese.

Es erodiert das verbleibenden Vertrauen der Politik, sagt mal, wart ihr bei der Verteilung der Gehirne nicht dabei, ihr Politiker Pfeifen?! Ihr überlasst Rechtspopulisten die Demokratie! Ihr zersetzt die Demokratie. Ich weiß, es gibt wohl nie den ehrlichsten Politiker (mal abgesehen vom Bernie Sanders), aber mittlerweile solltet Ihr doch den Schuß gehört haben, dass das gemeine Volk einen ehrlicheren Politiker erwartet.

Auch wenn die SPD sofort ein Statement gegeben hatte, DER SCHADEN IST DA! Und sie wäre gut beraten Maas und Co. sofort freizustellen und Schaden von sich und der Demokratie abzuwenden und die Lobbyisten rausschmeissen!

Ich bin froh, das die ÖDP nicht von Geldflüsse von außen abhängig ist. Ich hoffe auch, sollte die ÖDP mit dem Grundeinkommensthema groß werden, auch immernoch ehrlich bleibt. Wer, wenn nicht die ÖDP?

07.11.2016

Der Montagsgedanke vom 07.11.2016

Die grüne, ökonomische Welle

Von Nico Riedemann, Studierender der Gesellschaftswissenschaften

Nach mittlerweile 150 Jahren industrieller Produktionsweise und noch längerer kapitalistischer Dynamik haben wir erfahren müssen, dass der Mensch alles, was ihm in den Sinn kommt, auch in die Tat umzusetzen mag. Ob es die Versorgung aller deutschen Haushalte mit Kühlschränken, die Reise zum Mond oder die Bereitstellung mobilen Internets auch im letzten Winkel der Erde ist – mit den ökonomischen Mitteln in der Hand sind wir zu so gut wie allem fähig.

Genau diese Dynamik müssen wir uns zu eigen machen. Mit dem finanziellen Anreiz werden Ideen in die Tat umgesetzt. Solarenergie wird billiger als Kernenergie, für konventionelle Milch bekommen Bauern knapp die Hälfte wie für Milch von biologisch gehaltenen Tieren – Landwirte fangen dadurch an auf Bio umzustellen.

Das sind durchaus erfreuliche Prozesse, die es zu unterstützen gilt. Die Abschaffung der milliardenschweren Agrarsubventionen, eine intensivere Aufklärung der Landwirte und Verbraucher über die Folgen konventioneller Massentierhaltung (http://klausgrausts.eu/), aber auch der bewusste Einkauf von biologischen Agrarerzeugnissen im lokalen Handel helfen, diese tollen Entwicklungen nachhaltig zu stärken!

31.10.2016

Der Montagsgedanke vom 31.10.2016

Wir verfassen 

Eine Verfassung der Utopien, Werte und Zeiten

von Marcus Scheimann

Liebe Leute,

Fordern tue ich von der Politik, dass sie ihr Herz in die Hand nimmt und rausgeht; rausgeht auf die Straße und mit uns Menschen spricht, über das, was uns alle wirklich angeht. Über dieses unser Land, das uns alle fasst und fast immer wenig tut, jedenfalls nach lästerlichem Gutdünken. 

Als ÖDPler fordere ich: 

Lasst uns eine Chance nutzen, die uns die Vergangenheit schenkt: Das Grundgesetz hat sich mit seinen Grundrechten, Schranken und Bestimmungen bewährt. Eine Verfassung ist es nicht1. Geben wir uns doch eine, eine nie dagewesene, durch Aktionen, die uns Menschen fordert mitzumachen, zu gestalten, uns aus unserer Lethargie herausreißt und uns aufs neue begeistert für dieses unser Land und all die Leute unterschiedlichster Couleur. Neben dem Grundgesetz natürlich. Gesetz und Ordnung müssen sein. Auch Grenzen – nur nicht in unseren Herzen oder zwischen den Ländern. 

Lasst uns eine Verfassung verfassen, so groß wie eine Riesenddatei, mit Utopien, Werten und Zeiten mit denen wir Menschen uns entfalten und orientieren können, die aufrütteln, achtsam und offen machen für das Wohl unserer Kinder, unserer Eltern, unserer Partner, unserer Gesellschaft, für die Menschen unseres Kontinents, den Globus und den Kindern unserer Kinder und deren Kinder Kinder. Pflegen und leiten wir nicht nur unser Bild von unserem Land sondern auch die Natur und lernen wir immer wieder neu: wertzuschätzen.

03.10.2016

Der Montagsgedanke vom 03.10.2016

Eine Frage

der Sichtweise, der Perspektive, der Formulierung,

oder

der Haltung, der Einstellung, des Humanismus?

von Marcus Scheinmann

Eine Frage

der Sichtweise, der Perspektive, der Formulierung,

oder

der Haltung, der Einstellung, des Humanismus?

von Marcus Scheimann 

"Oh nein - Inklusion!" So mancher Lehrer klagt und jammert. "Die Klassen sind zu groß. Ich kann mich neben den anderen Schülern nicht auch noch um ein oder zwei Menschen mit speziellem Förderbedarf kümmern. Sowieso sind immer mehr Schüler verhaltensauffällig und brauchen verstärkt individuelle Betreuung." So manch einer fordert mehr finanzielle und v.a. personelle Unterstützung, um mit den Belastungen fertig werden zu können. 

Ja, mehr Unterstützung ist notwendig, vor allem ist aber entscheidend: Inklusion ist nicht Belastung, sondern Bereicherung! 

Lehrer und Erzieher haben nun nicht den schwarzen Peter, weil sie sich über die steigende Arbeitsanforderungen beschweren. Den schwarzen Peter verdient niemand und wenn, muss man ihn sich selber geben und an sich und seiner Einstellung arbeiten. Dann wendet sich die Grundeinstellung der Gesellschaft immer stärker dem Menschlichen, dem Menschen, zu. Dann rücken die Werte der "freilichen Marktwirtschaft", des Turmbaus zu Babel, dahin wo sie hingehören, in den Hintergrund. Mensch vor Profit

Lasst uns weniger der "Der Stärkere gewinnt-Mentalität" oder dem Wachstumswahn frönen als vielmehr einer bunten Vielfalt und menschlicher Attraktivität oder eines Lebens voller wahren Glücks. 

Wir können umdenken, um Inklusion angemessener zu beurteilen. Die Gesunden: geben, aber nehmen noch mehr, indem sie Schwerbeschädigte inkludieren. Die Benachteiligten nehmen, aber sie geben noch mehr: Sie rücken das Menschliche, den Humanismus wieder in den Mittelpunkt. Nicht Handys, Markenartikel oder Pokémons, nicht Infoflut oder Berufs- und Freizeitstress, sondern tatsächliche, oftmals tatkräftige Nächstenliebe rückt ins Zentrum. Gemeinsames, mitmenschliches Ringen um erfolgreiches Leben trotz aller Schwierig- und Widrigkeiten des Lebens. Nächstenliebe. Eine Liebe, die in unserer beschleunigten Zeit mitunter entwischt oder? 

Thema Bildung & Inklusion - Ich lade Dich herzlich ein, mitzudiskutieren und Alternativen zu erdenken, denn so manches muss auch umgestaltet werden, z.B. als umgekehrte Inklusion? 

Am 12.11.2016 treffen wir uns um 11.00 Uhr in der Wilhelmstr. 39 in 52349 Düren 

(Klingel Scheimann)Fröhlich und ent-/gespannt 

grüßt Marcus Scheimann

26.09.2016

Montagsgedanke vom 26.09.2016

Generationengerechtigkeit

von Macus Scheimann

Der Generationenvertrag, der Vertrag zwischen den Generationen, war ein von meinem Vater geliebtes Thema. Am Esstisch wurde die Familie immer wieder mit düsteren Prognosen konfrontiert. Die Familien müssen weit mehr gefördert werden, besonders bei der Rententhematik, denn sie sorgen schließlich für die Beitragszahler der Zukunft. Die Ungerechtigkeit liegt auf der Hand. Kinderlose Eheleute erarbeiten sich neben zwei (dicken) Gehältern auch hohe Rentenansprüche, die später die Kinder anderer bezahlen müssen, neben den (dünnen) Renten der Väter und Mütter, die Zeit und Kraft in die Kinder gesteckt haben. 

Ich fragte mich stets, welche Rolle denn eigentlich die steigende Produktivität spielt. Die Computer und Roboter übernehmen ja immer mehr Arbeit und verrichten sie oft viel schneller. Dieser Fortschritt dürfte doch auch eine Möglichkeit sein, die Rentenbelastung des Staates zu verringern und soziale Gerechtigkeit zu unterstützen. Aber geschieht dies? Nein.

Kürzlich las ich von der österreichischen SPÖ. Sie hat im Sinn, die Sozialversicherungen künftig mit einer breiten Wertschöpfungsabgabe zu finanzieren, die auf Löhne, Gehälter, Abschreibungen auf Maschinen, Gewinne, Zinsen, Mieten und Pachten erhoben werden soll. Damit würden Kapitaleinkommen und die Technik gleichermaßen für das Gemeinwohl herangezogen. Eine kreative Lösung, oder? Menschliche Arbeit wird schließlich immer weiter durch Maschinen ersetzt. So kann die Finanzierungsbasis von Renten- und auch Krankenversicherung verbreitert werden. Und zwar ohne Erhöhung des Rentenalters auf 70. 


Personalintensive Betriebe wären entlastet und kapitalintensive stärker belastet (Gewinnen personalintensive Dienstleistungsbetriebe des tertiären Sektors nicht ständig an Bedeutung? Gehört dem Dienst von Menschen an Menschen nicht die Zukunft?).


Und das soll nun ein Betrag zur Generationengerechtigkeit sein! Ja, jedenfalls ein finanzieller. Der ideelle, persönliche und freudebehaftete Gewinn von Kinderreichtum liegt sicherlich noch weit höher und ist viel wichtiger.


Für mich ist die ÖDP die Partei, die durch die Forderung, das Wahlalter auf 16 zu reduzieren, Ansätze zeigt, zukünftigen Generationen zu mehr Gerechtigkeit zu verhelfen. Demokratisch und ökologisch scheint sie häufig weiter und ohne Scheuklappen zu denken. Denken wir mit, weiter und ohne Scheuklappen!!!


Euer und Ihr Marcus Scheimann

19.09.2016

Montagsgedanke vom 19.09.2016

„Freihandel statt Fairhandel“

Von Kurt Rieder

Die nicht mehr ganz so großen „Volksparteien“ scheinen sich einig im Thema „Freihandelsabkommen TTIP, CETA, TISA“.  Die Verträge müssen her, koste es, was es wolle.

Da können Hunderttausende in Deutschland auf die Straße gehen – alles verblendete Ignoranten.

Für die Lobbyisten steht zu viel auf dem Spiel: Der Rubel muss noch schneller rollen,  noch mehr Konsum, noch viel mehr freie Marktwirtschaft, noch mehr Globalhandel. 1 Billiarde Dollar völlig unkontrollierter Derivatehandel weltweit pro Jahr reicht noch nicht.

Völlig überflüssig sind allerdings dann diese Pseudo-Veranstaltungen von globalen „Umweltgipfeln“, in denen besorgte Polit-Promis ihre noch zweifelnder dreinblickenden Regierungsminen in die Kameras recken und „Schadstoff-/Emissionsrechte verkloppen“.

 Alles leeres  Gerede:  Klimaschutz ? Ressourcenschonung ? Überbevölkerung ?Vermeidung von Naturkatastrophen? Ursachenbekämpfung von Flüchtlingsströmen – fairer Handel ???

Was bitte schön soll das angesichts der Tatsache, dass selbst die Befürworter dieser Freihandelsabkommen immer nur „Wachstum und Sicherung von Arbeitsplätzen“ als Begründung im Munde tragen. Alle sollen noch mehr arbeiten, zu noch unwürdigeren Bedingungen, damit alles noch mehr wächst.  Einfach pervers.

JA, genau deswegen lehne ich ja diesen Freihandelsmist ab, weil er noch mehr „Wachstum“ bringen soll – und garantiert auch wird. 

Da droht ein Industrieboss vor laufender Kamera davor, dass seine LKW-Gigatonnen-Flotte „zuhause bleibt“, wenn TTIP, CETA und das gefährliche Umsetzungsabkommen TISA  nicht kommen – und im Hintergrund steht ein dicker Giga-Liner mit genau dieser Aussage aufgedruckt. 

JA, bleib bitte mit Deinen LKWs zuhause. Genug ist mit Wachstum, Produktion, Ressourcenausbeutung, Unterdrückung ganzer Erdteile, Verdummung der Volksgemeinschaft. 

JA, Schluss mit diesem unseligen, alles vernichtenden Wachstum. Weg mit dem Mehr, Mehr, Mehr.

Wie lange dauert es denn noch, bis die Menschen endlich raffen, dass mehr Konsum einfach nicht glücklicher, sondern uns alle, weil mit „völlig Nebensächlichem abgelenkt“ immer dümmer, lethargischer, fetter und abhängiger macht. 

JA, endlich mehr Genügsamkeit – sich mit wenigen Sachen und Menschen beschäftigen, dafür aber intensiver, statt alles und noch mehr haben zu wollen und mit zig-tausend „Likes & Friends“ pro Tag in Wahrheit ganz schön einsam dazustehen. 

Ins Bild passt da die Meldung der „lebensmittel-erzeugenden Chemieriesen“ Bayer und Monsantos. Deren „oberste Heeresleitungen“ behaupten, problemlos auch 10 Milliarden Menschen mit ihren Chemiekeulen satt zu bekommen. Wahrscheinlich schaffen sie auch 50  oder 100 Milliarden – alles kein Problem. Bis die Erde eine einzige große, gigantische Menschen-Zuchtanstalt ist, ausgestattet mit virtuellen 3D-Welten für uns „arme Schweine“, weil die Realität schon lange nicht mehr zu ertragen ist.


Ein „tolles“ Ziel. 


Weg mit diesem Freihandelsmist – hin zu einem  verordneten, fairen Handel auf stark entschleunigtem Niveau. 

Das Kleine, das Regionale, das Menschliche muss wieder eine Chance bekommen. 

Weniger ist oft einfach mehr – für uns in Europa – für die in Übersee – und vor allem für die immer noch sogenannten „Entwicklungsländer“.

12.09.2016

Montagsgedanke von 12.09.2016

Hartz IV ist die soziale Bankrotterklärung des Staates

von Yen-Chih Lin

Ich könnte mich schon wieder aufregen, wenn ich hören das nach der neusten Studie von Bertelsmann (auf die komme ich noch zurück) lese, das 2 Mio. Kinder von allerziehenden Eltern und großen Familien immer mehr Hartz IV beziehen. Weiterhin wird verlautbart, das solche Kinder sozial isoliert (sprich ausgegrenzt) sind und mehr Gesundheitliche Probleme haben.

Wenn die Bertelsmann Stiftung sowas untersucht, denke ich mir meinen Teil, das es wohl ein soziales Experiment von soziopathischen Forschern sein muß, anders kann ich mir das nicht erklären. Gerade diese Stiftung hatte doch das Hartz IV in seiner heutigen Form pervertiert und durch den Volkverräter und Steineschmeißer ins Beton festzementiert. Sollte diese Stiftung und deren Handlanger nicht rechtlich belangt werden? Sollte die Bertelsmann Stiftung nicht eine offizielle Erklärung abgeben, wie "Entschuldigung… aber wir haben damit einen Edsel gebaut, den niemand haben wollte…" und schleunigst diese unsägliche, menschenverachtende und unsoziale Reform der Sozial- und Arbeitslosenhilfe abschaffen? 

Denn damit ist ganz klar und eindeutig, das Hartz IV eine soziale Bankrotterklärung des Staates ist, der zulässt, das die Schwächsten der Schwachen, die Kinder (die unsere Zukunft sind, wie man so schön sagt) im Stich lässt. Sowie den Alten und gesundheitlich Benachteiligten. Es wird blind weiterregiert und das System gefeiert.…

Die Zukunft, die sieht düster aus, weil die Zukunft über die Richtung bestimmt, die Kinder, die zu Erwachsenen werden und perspektivlos, frustriert und wütend auf die sind, die Ihnen keine Luft zu atmen gibt und die Chance auf ein besseres Leben. Dadurch werden der rechte Flügel wie die Affen für Deutschland gestärkt und die Demokratie fahrlässig gefährdet.

Das Grundeinkommen kann diese Menschen auffangen und denen Ihre Würde zurückgeben, die man Ihnen genommen hat. Die Kinder brauchen sich nicht für Ihre wirtschaftliche Schwäche mehr zu schämen. Die Zeit ist reif dafür.

29.08.2016

Der Montagsgedanke vom 29.08.2016

„Mit unterschiedlichen Maßen gemessen“

von Kurt Rieder

Mich selbst „outend“ gestehe ich, dass ich einer dieser offensichtlich gemeingefährlichen „Suchtknubbel“ bin, denen es nach jahrzehntelangem Nikotin-„Ge- bzw. Missbrauch“ sehr schwer fallen dürfte, das Rauchen einfach so einzustellen.

Weder die kontinuierliche Erhöhung der Tabaksteuer noch das Werbeverbot im Fernsehen konnten mich ernsthaft irritieren, denn: „Wer wird denn gleich in die Luft gehen…?“

Selbst das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, am Arbeitsplatz und seit Jahren auch (freiwillig) im eigenen Zuhause haben nicht wirklich gestört.  Als Raucher war man in den letzten Jahren bei seiner „Suchtbefriedigung“ mit Gleichgesinnten immer an der frischen Luft – egal, auch bei Wind und Wetter.

Ich habe dabei immer versucht, Rücksicht auf andere Menschen „beim Frönen meiner Sucht“ zu nehmen.

Letztlich habe ich auch die „Trauerrand-Hinweise“ auf den Zigarettenpackungen verkraftet.

Nachdem aber die alten Chargen von Zigarettenpackungen nunmehr aufgebraucht sind und mir seit einigen Wochen bei jedem Kauf der 6, 7 oder 8 € - Packungen ekelhafteste  Bilder von rotem Auswurf, faulen Zähnen, erblindeten Augenlinsen, Babysärgen, durchbohrten Hälsen  oder Leichen etc. mit ebenso wüstesten Kommentaren in die Hand gedrückt werden, merke ich, dass mit und in mir etwas geschieht. Ich lese jetzt  nicht mehr: „Rauchen kann tödlich sein“, sondern „Rauchen ist tödlich“. 

Ich fühle mich schlecht, schuldig, krank, „fix und fertig“, in mir zieht regelmäßig Übelkeit hoch. 

Und… ja: Zorn. 

Auch „das Leben endet garantiert tödlich“ – und ich frage mich:

 „Was wäre wohl los in unserer Gesellschaft, wenn Selbiges wie beim Zigarettenkauf mit Alkoholprodukten, Produkten aus Massentierhaltung, für PKWs, für Plastik- und Einweg-/Wegwerfartikel, für Süßigkeiten und viel zu viel ungesunden Inhaltsstoffen etc. etc. etc. auch so praktiziert würde?!“

Auf vielen, nahezu allen Konsumartikeln und Artikeln und Gütern unseres täglichen Gebrauchs könnten konsequenterweise zu Recht solche Bilder und noch dramatischere Aussagen prangen.

Aber: 

Alle anderen dieser „zweischneidigen Güter“  bis auf  Zigaretten und Tabak (die ja immerhin weiter ganz legal rund um die Uhr überall verkauft werden und mit denen unser Staat kein schlechtes Geschäft macht) „strahlen den Konsumenten wie eh und je von ihrer besten Seite an“. 

Alkohol-Erzeuger können sogar pervertierend bei großen Sportveranstaltungen weiterhin als Hauptsponsoren antreten, gleiches gilt für Fastfood-Ketten und Süßwaren-Dickmacher-Produzenten.

Ich wünsche mir, wenn schon Warnung für / gegen frei verkäufliche Produkte, dann bitte „Gleichbehandlung“… und zwar sofort – oder man lässt es – dann aber auch bitte bei der Zigarettenwerbung – einfach sein. 

22.08.2016

Der Montagsgedanke von 22.08.2016

Absurdität


Von Nico Riedemann, Studierender der Gesellschaftswissenschaften an der RWTH Aachen


Wir leben in einer Welt der Gegensätze. Absurder Gegensätze.


Hungersnöte, Krieg, ethnische und politische Säuberungen, Flucht und Vertreibung.

Tag ein, Tag aus sehen wir diese Bilder, bemitleiden, werden empathisch.

Vergessen, lenken uns ab, werden mit Reizungen überflutet, betäuben und konsumieren.

Steak aus Argentinien, Technik aus Südostasien, Textilien aus Bangladesch, Drogen aus der Apotheke.


Das Absurde ist, dass wir uns genau mit diesen Produkten, die mitverantwortlich sind für Leid, Armut und Krieg,

von diesem Leid, Armut und Krieg ablenken, uns vergesslich, ja sogar gleichgültig werden lassen.

Wenn im „Weltspiegel“ vom 7. August 2016 von den bösen Terroristen, die kleine Kinder zu Selbstmordattentätern ausbilden, berichtet wird, wird mal wieder nicht erwähnt, was die Hintergründe, die Situation und was der Antrieb dieser Menschen ist.

Ja, das ganze Leid, die Ausweglosigkeit, die über Jahrzehnte von verschiedensten Mächten und Interessen aus aller Welt – auch besonders unserer westlichen Welt – konstruiert wurde und mittlerweile eine Eigendynamik angenommen hat, die nicht mehr zu kontrollieren ist, wird dabei ausgeblendet und verschwiegen.

Stattdessen buchen wir den nächsten All-Inclusive-Urlaub, bestellen den neuesten BMW oder vergnügen uns auf Musikfestivals als würde es kein Morgen geben.

Raus aus den Augen, raus aus dem Sinn! 

15.08.2016

Der Montagsgedanke von 15.08.2016

BILDung - Mensch! Sei stark, du Faulpelz!

von Marcus Scheimann

Der innere Schweinehund ist irgendwie unser ständiger Begleiter. Die menschliche Trägheit ist natürlich und schützt uns vor Überlastungen und Burnouts. Sie kann mitunter aber auch ganz schön nerven, oder?


Ist es nicht Ziel, das rechte Maß, sozusagen den güldenen Mittelweg zwischen Anspannung und Entspannung zu finden?


Die Urlaubszeit lädt uns ein


-          zu faullenzen,

-          Kraft zu tanken,

-          mit der Familie, (potenziellen) Freundinnen und Freunden Zeit zu verbringen,

-          Neues zu entdecken und auszuprobieren,

-          die Fremde oder auch die Heimat zu erkunden,

-          achtsam viele Momente zu genießen,

-          Pläne für den kommenden Alltag zu schmieden,

-          Erfüllung (Was ist das eigentlich?) zu finden,

-          …


„Wie Du deine Freizeit gestaltest, so bist du“, so lautet ein holländisches Sprichwort. Jedenfalls verkaufte ein Niederländer es mir als ein solches. Wie so oft in prägnanten Sätzen, wohnt auch hier eine tiefere Weisheit. Die Möglichkeiten, die wir haben, mit unserer kostbaren, freien Zeit umzugehen sind so reich, so vielfältig. Die Chance, uns zu entscheiden, ein Buch in die Hand zu nehmen, ein Themengebiet zu erforschen, das uns interessiert, die Natur bei einem frühmorgendlichen Ausflug zum Vogelbeobachten neu wertzuschätzen oder sportlich aktiv(er) zu sein, all das und vieles mehr kann uns etwas Wertvolles geben und zu unserem ICH beitragen.


Ich glaube, da steck mehr Potenzial drin, als wenn ich mich der „Sucht von facebook & Co.“, hingebe,  wie ich es manchmal im Alltag mache und abschalte, wegchille, dahinvegetiere oder mich von Infos überfluten lasse.


Da BILDe ich nichts, da BILDet sich nichts, da gibt es keinen Mittelweg. Da fühle ich mich und bin ich nicht mehr als passiver Konsument, der dem Angebot der Wirtschaft und der Welt geradezu machtlos und überfordert gegenübersteht. Da mache ich es dem inneren Schweinehund leicht, dass er der Trägheit zum Sieg verhilft. Mein Bild aber ist mir wichtig und BILDung geschieht durch aktives Bauen, Malen; zum großen Teil in meiner freien Zeit, und davon gibt es zum Glück im Urlaub ganz viel.


Ferien- und Urlaubszeit als Zeit, sich persönlich, gesellschaftlich und auch politisch zu orientieren? - Carpe diem!

08.08.2016

Montagsgedanke vom 08.08.2016

Lügner… überall nur Lügner!!! 

von Yen-Chih Lin

Was verbinden Anette Schawan, Karl-Theodor zu Guttenberg und Petra Hinz?

Hm? Hmm??? Es sind ALLES LÜGNER!!!

Es regt mich wieder tierisch auf, wieviel Unverfrorenheit sich die Hinz herausnimmt, zwar von Rücktritt zu reden, aber durch Verzögerungstaktik versucht noch drinnen zu bleiben und dann die monatliche Rente von 2900,-€ kassieren. Ich hoffe, das die SPD diese Unperson rausschmeißt.

Sie hat, was im Tagesgespräch von WDR5, beschönigt wird, ihr Lebenslauf aufgehübscht. Nennt das Kind beim Namen! Sie hatte den mächtig frisiert und damit die Demokratie bschädigt und die Politikverdrossenheit gefördert und Munition dem rechten Spektrum gegeben.

Ich stehe mit meiner Meinung diametral gegenüber dem Politikwissenschaftler Marschall von der Uni Düsseldorf. Man sollte prüfen, wer in den Bundestag kommt, egal ob man gewählt wird. Es sind auch ehrliche Leute drinnen, aber der Schatten des Zweifels und der extrem fade Nachgeschmack bleibt enorm hängen.

Wenn ich meinen Lebenslauf frisiere, mich als Chemie-Ingenieur mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik angebe und werde bei der Lüge ertappt, dann werde ich GEFEUERT!

WAS IST AM BETRUG SO SCHWER ZU VERSTEHEN?!?

Politik muss ehrlich sein! Aber einige deutschen Tugenden sind wohl nicht so wichtig…

01.08.2016

Der Montagsgedanke vom 01.08.2016

Versinkt die Welt im Chaos?

von Kurt Rieder

Es vergeht kein Tag, an dem nicht eine neue Hiobsbotschaft durch die Medienkanäle verkündet wird. Hier ein Bombenanschlag – da ein Selbstmordattentat – da ein Volksaufstand oder ein Massaker.

Wird das Leben auf diesem Globus also immer gefährlicher? Es scheint ohne Zweifel so, verfolgt man all die Sondersendungen, „Twittereien“ und „Social Networks“ Tag für Tag.

Aber… ist es nicht ganz einfach so, dass alles, was in dieser Welt wo auch immer und wann auch immer „medienvermarktungsmöglich“ passiert auch garantiert ohne Zeitverzögerung uns allen zugänglich wird? 

War diese Welt in ihrer Inhumanität nicht immer schon schrecklich – und haben wir dies in Deutschland in den Jahren nach den von uns angezettelten Weltkriegen einfach nur nicht mitbekommen, weil es nicht so unmittelbar an uns herangetragen wurde?! 

Wird jetzt wirklich alles gemeldet oder nur das in unserem Land finanziell und stimmungsmäßig „Vermarktungsmäßige“?

Wird vielleicht auch deshalb so viel „Chaos, Schrecken und Angst“ verbreitet, um von wichtigen politischen Entscheidungen, die anstehen oder lange schon anstehen müssten, abzulenken?

Solange wir Angst vor „Flüchtlingsströmen“, dem „IS“, „Erdogan und seiner AKP“, „Putin“ und „Selbstmord-Attentätern“ oder einem „Trump-Clown“ haben und uns dies 24 Stunden über die (gelenkten oder sich selbst lenkenden) Medien indoktriniert wird, solange lassen uns andere Dinge, zu denen wir eine Meinung haben sollten, weil wir da als Bürger und Volk etwas zu sagen sollten, „lauwarm bis kalt“.

Was ich für „Dinge“ meine? Na zum Beispiel:

Dass niemals irgendwo in Deutschland oder auch global ein sicheres Endlager für unsere noch Jahrmillionen strahlenden Atom-Abfälle gefunden werden wird und wir bis zum Ende der Menschheit allen Generationen für ein paar Jahre „Billigstrom“ dieses nicht aussprechbare Chaos hinterlassen … und es zulassen, dass auch weiterhin AKW-Strom produziert wird

Dass globale „Freihandelsabkommen“ abgeschlossen werden, die dazu führen, dass staatliche Politik nur noch Marionettenspiel ist und globalen Wirtschaftslobbyisten das Weltensagen überlassen wird

Dass die Schere zwischen Arm und Reich auch gerade in unserem Lande weiter wächst und wir gleichzeitig mit dem „Vollbeschäftigungs-Nachtgebet-Märchen“ in einen bundesweiten Tiefschlaf gewogen werden

Dass immer weniger von ihrer Arbeit leben können und auf staatliche Almosen angewiesen sind

Dass  sich immer mehr Egoismus in diesem unserem Lande breit macht, verbunden mit einer immer mehr Gesellschaftskreise erfassenden tiefen „Sinnkrise“, die betäubt wird durch „virtuelle Pokémon-Jagden quer durch Deutschlands Städte oder durch neue 3-D-Brillen, die einem die Illusion vorgaukeln, echte Yeti-Ritter im Kampf zu besiegen oder mit Blauwalen in tiefen, sauberen Ozeanen um die Wette zu schwimmen, während man in der Realität in seiner trostlosen Einraumwohnung sozial vereinsamt 

Dass das Weltenklima verrücktspielt und die endlichen Ressourcen zur Neige gehen und wir uns achselzuckend abwenden


Ja, die Welt versinkt im Chaos– aber nicht so, wie die meisten Mitbürger dies in „diesem unserem Lande“ befürchten… und auch nicht mit einem großen lauten Knall.


Es geschieht schon lange und kaum einer nimmt Notiz davon.

Grundsicherung… wie ein Akademiker zum Sozialrentner wurde oder: die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut…

von Yen-Chih Lin

Mal abgesehen von den unerträglichen Zwischentönen des Features, zeigt die Sendung der WDR5 genau auf, das das Sozialamt NICHT weiß, was es tut, Dinge verschleppt und das System ALGII, vulgo Hartz 4 von A-Z falsch und unsozial konstruiert ist. Das Sozialamt unterstellt einem Akademiker, der jahrelange gearbeitet hat und alles, wirklich ALLES EHRLICH bis auf den Heller und Cent dokumentiert hat über den Tisch gezogen wird. Ich freue mich schon drauf, was mich erwartet (nicht!).

11.07.2016

Der Montagsgedanke vom 11.07.2016

Brexit, Boris Johnson als Außenminister und der Spott der Welt

von Yen-Chih Lin

 

Der Brexit ist durch… und die neue Premierministerin May hatte Boris Johnson als Außenminister ernannt…

MOMENT!?!!! Boris Johnson?? DER Boris Johnson??? Der, der alle an der Nase herumgeführt hatte und das gesamte Porzellan im Laden zerschlagen hatte, sich aus dem Staub machte und jetzt zum Außenminister ernannt wurde?

Die Welt lacht über die Ernennung… die reale und diplomatische Welt.

Aber halt! Sollten wir darüber lachen oder sollten wir uns heimlichen freuen?

Wir sollten uns freuen?! Bist du jetzt auch verrückt geworden?

Keine Sorge, nein! Vielmehr denke ich mittlerweile, das Premierministerin May es genial eingefädelt hatte… Sie verpasst Johnson einen Denkzettel, der schneller folgt als "Keep calm and carry on" sagen kann. Er mag zwar multilingual sein, hat aber kaum Erfahrung in außenpolitischen Dingen. Zudem ist er inzwischen auf der politischen Bühne ein Pariah, was seine Arbeit durch sein eigenes Handeln in der Sache Brexit erschwert wird. Johnson wird sehr schnell merken, das er einen Fehler gemacht hat und das er hoffentlich aufgibt. 

04.07.2016

Montagsgedanke vom 04.07.2016

Mindestlohn oder Mindestarmut?

von Yen-Chih Lin

Der Sender WDR5 gehört zu meinem Lieblingssender, den ich den ganzen Tag hören. Man wird informiert, aufgeklärt und auf den aktuellsten Stand mit Nachrichten gehalten.

Letzten Mittwoch um 12:10 Uhr folgte wie regelmäßig im Programm "Das Tagesgespräch", wo ein Call-In mit Zuhörern zu einem bestimmten ausgewählten Zeitthema geführt wurde. Das Thema war die Erhöhung des Mindestlohns von 8,50 € auf 8,84 € die Stunde durch die Mindestlohnkommission vom 28.06.2016.

Einhellig waren die Meinungen der Zuhörer, das der Mindestlohn von 8,84 € nicht ausreicht, auch wenn es 1500,- € brutto ausmacht. Zieht man Pi mal Daumen gute 600,- € nach Steuern ab, machen es 900,- € für einen Single nach Steuerklasse 5. Aufstocken! Zuwenig zum Leben, zuviel zum Sterben! Da werden wieder die Fragen nach dem fehlenden Verstand und dem Geiz der Regierung laut, warum man den hart arbeitenden Bürger nicht besser bezahlt. Sicher, nicht jede Tätigkeit kann mit 2400,- € brutto vergütet werden, es haben Leute dafür sich auch fortgebildet; Blut,Schweiß und Tränen dafür gegeben (na ja, sagt man so… eher wohl Nächte, Schlaf und Energy Drinks). Aber zumindest kann man verlangen, das man von seinem Lohn leben kann.

Der Mindestlohn wurde immer von den Unternehmen und Lobbyisten bekämpft, man verliere Arbeitsplätze, man verliere den Standort Deutschland, etc. pp. - und was passierte nach der Einführung wie in alle andere Ländern der EU? Nix! Null Komma nix…

ALLES BULLSHIT!

ABER! Man hat wieder verbockt, man versucht wieder ein Pflaster auf die Wunden zu kleben, die die Agenda 2010 von der Bertelsmann Stiftung als Architekt der gewollten Armut und des Neoliberalen Turbokapitalismus konszipiert und unter dem "Brioni" Träger und Steinschmeißer aufgedrückt wurde (ich will keine böseren Worte in den Mund nehmen, sonst widerfährt mir ein Böhmermann). Man sieht wieder, wie sich der Rand des Pflasters löst.

Und das sagte jeder, der bei WDR5 anrief. Wir sind in der "working-poor" Klasse angekommen und das hatte die UnS-PD (Unsoziale Partei Deutschland) mutwillig gewollt und durchgezogen trotz aller Proteste von Sozialverbänden und Sozialwissenschaftlern.

Die Liberalisierung des Arbeitsmarkts… HA! Befreiung? Für wen? Bestimmt nicht den Arbeitnehmer, der kann vor lauter Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg (ich sage bewußt nicht sozialen Abstieg, den es gibt auch gebildete Menschen darunter) und Verlust des Arbeitsplatzes nicht mal seinen Unmut kundtun und muß zusehen, wie er für den nächsten Tag sich was zu beißen zusammenkratzt (für manche im wahrsten Sinne des Wortes) und haben neben 2 Jobs keinen Raum mehr fürs Leben, weil es ums ÜBERLEBEN geht.

Und das soll die niedrigste Arbeitslosenstatistik sein seit 1989, die der BA Vorstand Weise verkündet?

Sicher! Wenn man geflissentlich die Augen zumacht und den Sklavenmarkt der schwarzen Schafe der Zeitarbeit ignoriert, dann kann man es mit einem eiskalten Lächeln sagen. Oder weil man Andrea Nahles heißt. Wie bei den 3 Affen: nichts sehen, nichts sagen, nichts hören.

Die SPD täte gut daran keinen ZigZag Kurs mehr einzuschlagen, Eier in der Hose zu haben und sich entgültig von ALG II, vulgo Hartz IV sich zu verabschieden und von "Hol' mir mal 'ne Flasche Bier" loszusagen. Es ist NICHT alternativlos über den Tellerrand zu schauen und mal das weitaus sozialere Grundeinkommen zu implementieren, wo zumindest wieder wirtschaftlich-soziale Gerechtigkeit wiederhergestellt wird. Dann klappt's auch wieder mit den 35% und dem S wie Sozial im Parteinamen (ganz frei nach einer alten Spülmaschinen Reiniger Werbung).

 

PS: ich kann einfach die Namen der Personen die verantwortlich für die Ausgeburt der unsozialen Agenda 2010 nicht aussprechen. Ich kann's nicht… Mir wird speiübel, wenn ich auch nur dessen Visagen sehen…

27.06.2016

Montagsgedanke vom 27.06.2016

„Glyphosat  - oder:  „Deutschlands klares JEIN !“

Neben „Europameisterschaft, Terroranschlägen, Massenertrinken im Mittelmeer und der offiziell geringsten Arbeitslosigkeit in Deutschland seit 1991“ gab es  zuletzt noch eine politische Entscheidung, die leider medial etwas  untergangen ist: 

Der „Unkrautvernichter  Glyphosat“ –eine der vielen verheerenden Giftkeulen aus dem weltweit berüchtigten „Monsantos-Stall“  darf wohl auch die nächsten Jahre unbekümmert auf Europas landwirtschaftlichen Flächen „ausgebracht“ werden. 

In Brüssel konnte man sich trotz Vorliegen sehr eindeutiger Hinweise nicht dazu durchringen, einer Genehmigungsverlängerung dieses verheerenden Umweltgiftes eine klare Absage zu erteilen.

Dabei hat sich unser Land, Deutschland – der Vorreiter für Ökologie und umweltbewusstes Verhalten –  in der Abstimmung „enthalten“

Wir, die Deutschen, haben zu dieser Umweltkeule also „keine Meinung“ ?!

Ist das wirklich so? Sind wir in Deutschland dazu befragt worden? 

Wer ist „dieses Deutschland“, dem es „egal“ ist, ob das gefährliche Gift weiter auf Europas Äckern  und somit auch auf deutschen Böden verteilt werden darf?  Das europäische Parlament oder die deutschen Abgeordneten, die nach freier und geheimer Wahl dort hineingewählt worden sind, die sind es jedenfalls nicht. 

„Das neutral abstimmende Deutschland“ ist in diesem Fall die Bundesregierung, die auf Vorschlag einer nicht vom Volk legitimierten EU-Kommission ihr klares „JEIN“ zur Weitervergiftung unserer Felder bekundet hat.

 „Herzlichen Dank – liebe Bundesregierung!“

 

Übrigens: Bei „3-2-1 – meins“  gibt es das Zeug  zurzeit  im Super-Sonderangebot auch für den heimischen Garten. Prost!

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20.06.2016

Der Montagsgedanke vom 20.06.2016

Patriotismus

von Kurt Rieder

Da wehen sie wieder von Masten und hängen aus Fenstern – 

Sie stecken an Autos und heften sich an Motorhauben.


Fahnen in Schwarz-Rot-Gelb.

Ein Fahnenmeer  - Patrioten, wohin man blickt.

Einig Volk – jeder für jeden.


Bleibt zu hoffen, dass ein wenig vom Patriotismus erhalten bleibt 

Und sich in Gemeinwohlorientierung verwandelt,

wenn beim nächsten Mal überlegt werden muss,

ob ich mein Haus „schwarz bauen“ oder mein Auto „auf Rechnung“ 

reparieren lassen soll oder eher doch nicht.

Jedes Jahr entgehen „diesem unserem Deutschland“ durch illegale Beschäftigung

Schätzungsweise 340 Milliarden Euro!!!

Geld, das unserer Nation in allen wichtigen Belangen fehlt:

Sei es Innere Sicherheit, Soziale Teilhabe und Pflege, Infrastruktur, Umweltschutz oder Bildung.


Also, Ihr Fahnenschwenker: bekennt Euch zu unserem Land – auch, aber bitte nicht nur alle 2 Jahre zur WM oder EM.

13.06.2016

Der Montagsgedanke vom 13.06.16

Grundeinkommen, quo vadis?

von Yen-Chih Lin

Am letzten Sonntag, dem 05.06.2016 fand in der Schweiz die Volksabstimmung über das bedingungslose Grundeinkommen statt, welches mit Spannung von den europäischen Nachbarn, der Welt und insbesondere den deutschsprachigen Nachbarn erwartet wurde. Jedoch hatte man im Vorfeld schon gemutmaßt, das es mit einer einheitlichen Mehrheit abgelehnt wird.

Es waren 76.9 % der Schweizer dagegen, 23 % dafür. Das klingt im ersten Moment nicht nach einem ermutigem Ergebnis (was es in meinem Fall war…), aber wenn man es genau betrachtet, ist das Gegenteil der Fall. Warum?

Nun, wären Bundestagswahlen am Sonntag, und würde eine Partei da 23 % der Stimmen erreichen, müsste denen es schwindlig werden (ich schau auf euch SPD!!!). Es ist in Relation zu einem so kleinem Land wie der Schweiz schon unglaublich, das ¼ der Bevölkerung sich für das Grundeinkommen aussprechen. Das sind von den 8.306.200 Einwohnern (Stand 30. Sept. 2015 / wikipedia) 1.910.426 Personen; Hochgerechnet auf Deutschland wären es bei 81.770.944 Einwohnern (Stand 30. Sept. 2015 / wikipedia) ca. 18.807.317 Personen.

Das bedeutet auch, das die Leute sich seit der Finanzkrise 2008 und der Griechenland Krise Gedanken darüber machen, ob es nicht richtige Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus existieren, wovon alle profitieren und es nachhaltig, fair und gerecht zugeht. Den es stellen sich immer mehr unbequeme Fragen, auf die die Regierung und die Parteien allgemein keine Anworten finden; die Frage nach: "Warum bekommen die Banken für die Rettung des Finanzsystems so schnell und soviel Geld und wir nicht?", die Frage nach "Wieso hat man Geld für Griechenland und nicht für unsere Infrastruktur und Soziale Belange?", etc. etc. etc. …

Das Grundeinkommen ist eine tiefgreifende Antwort darauf, die viele Probleme unserer Gesellschaft lösen kann und könnte, wenn man's sofort einführen würde.

Industrie 4.0

Automatisierung von Arbeit

Wertesteigerung/-schätzung von Ehrenämtern, Pflegediensten und häuslicher Pflege, sowie Muttschaftsurlaub und Reintegration ins Arbeitsleben

Lebensunterhaltssicherung von Studenten

finanzielle Kommunalentlastung

finanzielle Absicherung Kulturschaffende wie Künstler, Musiker, Schauspieler…

Absicherung vor Altersarmut, uvm.

 

Die Abstimmung ist daran gescheitert, das es kein konkretes Konzept für das BGE vorlagen, wo alle Aspekte einer Finanzierung ausformuliert wurden. Hätte man es vorher von A-Z geplant, wäre möglicherweise eine Einführung in greifbarer Nähe geblieben und hätte womöglich ein größeres Signal an andere Länder gegeben, das die Machbarkeit eines sozial-bedingungsloses Grundeinkommens nicht unrealistisch ist.

ABER! Eines hat die Abstimmung bewirkt und das ist, das die Diskussion des Grundeinkommens, in welcher Form auch immer, wieder in den Fokus der Gesellschaft und Politik linker Fraktionen gerückt ist. Dennoch gibt es viel zu tun, um das Feuer am Glühen in Deutschland zu halten, weil die Hälfte der Bevölkerung immernoch nicht mit dem Konzept des Grundeinkommens vertraut ist. Das bedeutet: mehr Öffentlichkeitsarbeit bzw. Aufklärung des GE, sozial-wissenschaftliche Begleitung der Öffentlichkeitsarbeit und ein Konzept aus einem Guß.

 

Das macht momentan nur eine Partei und das ist die ÖDP. Es ist der weiten Vorraussicht von Kurt Rieder zu verdanken, das dies als Bundeswahlkampf Thema der ÖDP an vorderster Front beworben wird und das es dazu ein Bundesarbeitskreis existiert, der die Besten Konzepte der anderen 18 GEs zusammenfassen möchte. Es ist eine realistische Chance, das Grundeinkommen als politisches Steckenpferd in den Bundestagswahlen zu besetzen und mit nüchternem Sachverstand den Otto-Normalverbraucher zu erklären, solange keine andere Partei für sich das Thema aus sozial-politischen Zwängen einnimmt. Und diese Zwänge werden schneller kommen, als wir es für möglich halten!

Ich plädiere für einen Feldversuch in der StädteRegion Aachen, die bisher Vorreiter in Sachen Maschinenbau, Technik, Wissenschaft und als Uni Stadt bekannt ist mit dem exellenten Ruf der RWTH und die RWTH begleitet die Bürgeriniative BGE und die ÖDP in der Sozialforschung das GE und möchte auch einen wissenschaftlichen Beitrag beisteuern . Warum sollte die StädteRegion Aachen nicht eine Vorreiter Rolle als sozialste Stadt Deutschlands gelten?

 

Ich fragte zu Anfang Grundeinkommen, quo vadis?, "Wohin gehst du?". Soviel sei gesagt: der Kompass zeigt wieder nach Norden, die Flaute ist vorbei, es gibt wieder Wind in den Segel. Was uns erwartet, wissen wir noch nicht, aber für eine Einführung in einem Land oder Feldversuch in einer Stadt stehen die Chancen nicht schlecht, man muß sie nur nutzen.

06.06.2016

Der Montagsgedanke vom 06.06.2016

Weiterschaffen wegen oder trotz Grundeinkommen

von Marcus Scheimann

Auf www.deinbge.ch ist ein Interview mit einer Gewinnerin zu sehen. Der Gewinnerin des ersten Grundeinkommens in der Schweiz, das Mitte Mai von der Gruppe "Grundeinkommen für dich" verlost wurde. 12 Monate lang erhält sie 2.500 Franken.

In dem Interview redet sie über ihr Gefühl "Luft" für ein erleichtertes Leben und über verschiedene Möglichkeiten, das kommende Jahr zu gestalten, von Weiterbildung, vom persönlichen "Weiterschaffen" und ihrer Überzeugung, dass auch andere sich der Arbeitswelt durch ein Grundeinkommen nicht entziehen würden. Vielleicht würde der ein oder andere eine Pause einlegen, sich beruflich umorientieren, mehr seinen Interessen und Stärken folgen.


Ich denke, dass Pausen - und mögen sie noch so kurz sein -  Impulse geben können, mehr Mensch zu sein: Suchen wir nicht nur beim geldverdienen Arbeiten mehr nach Sinn! Wir können ihn finden, ob in der Supermarktschlange oder vor der roten Ampel! Nutzen unsere Zeit, Luft zu bekommen und unser Leben zu erleichtern! Schauen wir über den Tellerrand hinaus und erleben im Dialog mit anderen erfrischende Ideen ob auf schweizerisch, deutsch oder syrisch. Die Idee des persönlichen Grundeinkommens zielt auf ein besseres Leben, für jeden einzelnen von uns!

30.05.2016

Der Montagsgedanke vom 30.05.2016

Monsanto, Glyphosat und Co. ... die unendliche Geschichte geht weiter

von Yen-Chih Lin

Am Montag, dem 23.05.2016 hatte Bayer CEO Werner Baumann verkündet, Monsanto für 62 Milliarden Dollar zu übernehmen, was auf auf eine breiten und berechtigten Skepsis von Aktienbeteiligten, sowie Umweltverbänden /-aktivisten stiess.

Zum einen, weil Monsanto Company aus St. Louis, Missouri, eines der weltgrößten Konzerne im Agrarbereich, nicht gerade den besten Ruf besitzt; man braucht da nur die Stichworte Transgener Mais MON810, Herbizid Round-Up und Glyphosat zu nennen, um den Otto-Normal Verbraucher ein Schaudern über den Rücken zu jagen. Ganz zu Schweigen von dem nicht so zimperlichen Umgang mit den "versklavten" Bauern, die gezwungen sind, Round-Up mit den Monsanto Saatgut zu kaufen, weil beides es nur im "Package Deal" gibt, nach den Prinzip "Friss oder stirb". Der Wikipedia Eintrag, obwohl neutral im Ton gehalten, kann den Ruf nicht mehr aufpolieren.

Und sieht man sich die ältere Geschichte der Chemie/Biotech Firma an, so wird einem doch schnell klar, das man ziemlich schmerzfrei oder verzweifelt sein muss ODER wirklich sich mit der Firmenphilosophie identifiziert, um dort zu arbeiten (Tetrachlordibenzodioxin aka "Agent Orange", DDT, PCB).

Zum anderen, weil endlich von den Anlegern erkannt wird, das es eine ethische Komponente mit drinsteckt, für die alle verantwortlich sind, die sich an einem Unternehmen beteiligen.

Das sollte nicht die Bayer AG entschuldigen, nein, dafür haben die selbst nicht die sauberste Weste. Aber das die Aktien von Bayer nach der Ankündigung abstürzte, sollte dem CEO ein Zeichen sein, das nicht alles was mit sich Geld kaufen lässt, auch wieder Geld einbringt. Und schon gar nicht Monsanto, der meiner Verwunderung nach, nicht schon längst vom Markt gefegt ist. Würde sich Monsanto und Bayer CropScience zusammenschliessen, würden sie die größte Marktmacht im  Agrar und Bio Tech Sektor besitzen, die es je gab.

Ist der Preis gerechtfertig? Und wer zahlt den Preis am Ende?

Bin ich froh, das die Aktien nochmal fielen als die Übernahme Summe genannt wurde. Wenn da nicht der neue CEO jetzt aufwacht und weiter dazu steht, dann ist er schneller weg vom Fenster als er sich gerade auf den Chefsessel hinsetzen kann.

23.05.2016

„Der Montagsgedanke“ vom 23.05.2016

Jugendarbeitslosigkeit – in Deutschland und NRW kein Problem?

Wie „ehrlich“ machen wir uns bei der Frage nach der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland, insbesondere aber in NRW?

Ist das hierzulande alles kein Problem? Bekommen nur unsere europäischen Nachbarn die Arbeitslosenzahlen u25 nicht in den Griff? Was machen die falsch und wir richtig? Können andere Länder von uns lernen? 

Oder sieht es hinter den „statistischen Vorhängen“ bei näherem Hinsehen gar nicht so phantastisch aus, wie durch die Medien immer wieder präsentieren?

Eines stimmt: die offiziell gemeldete Zahl an jugendlichen und jung-erwachsenen Arbeitslosen ist im Vergleich zu anderen europäischen Staaten auf einem akzeptablen Niveau.

Bei der Frage nach dem „Warum“ werden oftmals das gute deutsche Bildungssystem und vor allem das bewährte duale Berufsausbildungssystem neben dem angeblich funktionierenden Ausbildungsmanagement von Bund, Land, Arbeitsverwaltung, Berufsverbänden, Kammern und Betrieben als Gründe angeführt.

Weit weniger im Blickfeld, weil politisch nicht opportun, sind allerdings 2 weitere, sicherlich ebenso entscheidende Faktoren, die die Ausbildungsvorbereitung in Bund und insbesondere im Land NRW keineswegs in einem solch „glofizierenden Licht“ erscheinen lassen:

1. Kein anderes Land leistet sich solch ein diffuses und kostspieliges schulisches Weiterbildungssystem im „außer-schulpflichtigen“ Bereich:  neben gymnasialer Oberstufe sind es vor allem Berufskollegs und Abend- bzw. Volkshochschulen mit ihren für den Laien unüberschaubaren Angeboten, in denen jährlich 100.000e von jungen Menschen aus der amtlichen Statistik nach der allgemeinen Schulpflichterfüllung herausfallen und teilweise über Jahre hinweg „geparkt“ werden bzw. sich auch gerne „wie die Lemminge parken lassen“.

2. Kein anderes Land zahlt so viele diverse Überbrückungs-, Orientierungs- und Vorbereitungskurse, sei es über die staatliche Arbeitsverwaltung, die Grundsicherungsstellen, Jugendämter und Jugendhilfeeinrichtungen oder EU-finanzierte Sonderprogramme von Bund und Land.

Beide Angebotsbereiche sind dabei für die Teilnehmenden nicht nur kostenlos. Sie sind leider vielfach auch „umsonst“ – sprich: „vergebens. Ein „Warteschleifensemester“ reiht sich an das nächste. Erste ernsthafte Ausbildungsversuche werden mittlerweile oftmals erst weit nach Vollendung des 20. Lebensjahres gestartet – dann jedoch in der Regel ohne Erfolg aufgrund einiger zu viel gedrehter Ehrenrunden. „Der Markt verzeiht nicht allzu viel!“.

Ein zielgerichtetes, effizienteres Ausbildungsvorbereitungs-System würde allen Beteiligten helfen und gleichzeitig Kosten sparen – Gelder, die an anderen Stellen des Bildungssystems dringend gebraucht werden.

16.05.2016

Der Montagsgedanke vom 16.05.2016

Rentenpolitik ist gescheitert:


Seit den Wahlschlappen bei den letzten drei Landtagswahlen spricht die Bundesministerin für Arbeit u. Soziales von einer notwendigen Rentenreform.


Wir brauchen nicht schon wieder ein „Reförmchen“ sondern endlich eine wirkliche Kultur- u. Sozial-Reform.


Die Auswirkungen der Neoliberalisierung und die auch damit verbundene Einführung des Vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ab 2005, sowie die Agenda 2010 mit den sog. Hartz-Reformen haben mit der ursprünglich gewollten “Sozialen Marktwirtschaft” nichts, aber auch gar nichts mehr gemein. Menschenunwürdige Bedürftigkeitsprüfungen führen zu total überbordeten Verwaltungsapparaten und den analogen Verwaltungskosten. Vollzeitbeschäftigte, auch nach Einführung des Mindestlohns von € 8,50 müssen noch auf Grundsicherungsniveau aufgestockt werden oder haben zumindest Anspruch auf Aufstockung. (= versteckte / verschwiegene Arbeitgebersubventionen). Altersarmut ist durch diese Entwicklungen politisch real vorprogrammiert. Unsere derzeitigen Sozialsysteme werden mittel-bis kurzfristig implodieren. Ein “Bedingungsloses Grundeinkommen” ist nicht nur ein Ersatz für überholte Sozialsysteme, sondern viel mehr ein “Gesellschaftsmodell”, welches dringend erforderliche Änderungen (z.B. Ressourcenschonung, Entschleunigung, Gesundheit, gerechtere Umverteilung usw. usw.) positiv

beeinflussen kann und wird.

Deshalb Grundeinkommen statt wieder ein Rentenreförmchen!

Johannes Stirnberg, Aachen

09.05.2016

Der Montagsgedanke vom 09.05.2016

Immer - Höher – Schneller – Weiter – Mehr !


oder:     „Der ganz normale Wahnsinn“ 


Jede Minute müssen meine Maschinen und Anlagen laufen –

Jede Stunde – jeden Tag – 365 Tage im Jahr!

Produktion kennt keinen  Feiertag, kein Wochenende, keinen Feierabend!

Sagt der Industrielle.


Jede Minute auf Abruf – Handy immer griffbereit dabei

Jede Stunde – jeden Tag – 365 Tage im Jahr! Flexibilität ist angesagt - Mobilität tut Not!

Sagt der Unternehmer zu seinen Minijobbern.


Jede Sekunde zählt – immer mitten im Geschehen.

Handeln – zocken – kaufen und verkaufen! Risiko ! Termingeschäfte! 

Jede Minute - jede Stunde – jeden Tag – 365 Tage im Jahr. 

Nur so wird Wohlstand vermehrt. Geld regiert die Welt – davon gibt es nie genug.

Sagt der Investmentbanker.


Mehr Verbrauch – Mehr Wirtschaft – Mehr Konsum!

Koste es, was es wolle.

Nur das sichert Arbeitsplätze und vermeidet die Gefahr, 

gegen andere ins Hintertreffen zu gelangen.

Jede Minute – jede Stunde – jeden Tag – 365 Tage im Jahr.

Sagt der etablierte Polit-Profi im Einklang mit dem Wirtschaftsweisen.

Mehr Zahlen – Mehr Daten – Mehr Fakten!

Mehr Informationen zur Optimierung vom Prozessen und Abläufen.

Jeden Tag – 365 Tage im Jahr! Bis zum idealtypischen Zustand.

Sagt die Controllerin … und die NSA hört kopfnickend mit.


Schneller wachsen – Kilos ansammeln – früher reif für den Henker –

Zur Not helfen Hormone und Antibiotika. 

Das Vieh muss raus – Nachschub kommt.

Sagt der Schweine- und Geflügelzüchter.


Jederzeit Live-Fußball am Flachbild-TV erleben, Adrenalin pur!

Jede Stunde – jeden Tag – 365 Tage im Jahr! Und nur Spitzenspiele.

Sagt die Coachpotatoe – und trinkt das nächste Flaschenbier 

zur Rettung des Regenwaldes.


Jede Minute muss ich für meine Follower erreichbar sein – 

Und jede Minute will ich die erreichen, denen ich „followe“.

Jede Stunde – jeden Tag – 365 Tage im Jahr!

Sagt der Social-Networker.


Jede Woche neue Markenklamotten – 

Andere haben das auch! Ich bin doch nicht blöd!

Dabei sein ist alles! 

Sagt der trend-bewusste Teenie.

Jeden Tag shoppen bis die Füße in den Stöckelschuhen qualmen –

Heute Berlin – morgen Madrid – übermorgen in New York.

Just in time zum „Just for fun“  Preis – rund um die Uhr – an allen Tagen des Jahres.

Sagt die gelangweilte Midlife-Crises-Ehegattin.

Rödeln und anschließend abtanzen bis der Notarzt kommt.

Mit Speed und Crack geht immer noch was mehr.

Keine Müdigkeit – immer voll drauf – Puls auf 190 ! Das ist Leben.

Sagt der Existenzgründer und Partylöwe.


Bloß keine ruhige Minute – keine langweilige Muße-Stunde!

Keinen Tag, an dem ich auf mich selbst zurückgeworfen bin.

Bloß nicht zum Nachdenken und Innehalten kommen.

Ich brauche Action – Spannung – Nervenkitzel – Ablenkung.

Sagt der Michel.


Ich brauch mehr Stoff – immer mehr – ohne Stoff geht gar nix mehr!

Früher war das doch nicht so – früher habe ich doch so gut funktioniert.

wispert der ausgepumpte, abgehangene und letztlich ausgegrenzte Abhängige.


Mehr ! Mehr ! Mehr !  Mond, ich will mehr!

Schreit der kleine Haevelmann in seinem Rollbettchen 

Und fährt dem guten alten Mond über seine dicke Nase!

Da knipst der gute alte Mond verärgert das Licht aus – es ist dunkel.

Und die aufgehende Sonne kippt den kleinen Haevelmann vom Himmel hinab ins Meer.

(Theodor Storm: Die Geschichte vom kleinen Haevelmann)

02.05.2016

Der Montagsgedanke vom 02.05.2016

„Denn seine große Stunde kam – immer wenn er Pillen nahm“ (Frei nach einer beliebten US-Fernsehserie der Anfang 70er Jahre)

 

Von Kurt Rieder, 1. Vorsitzender des ÖDP KV AC-DN-HS 

 

Verkehrte Welt!

Die Meldung aus den Zeitungen der letzten Woche, dass 84 % der Bevölkerung der StädteRegion bei der Verteilung von Jodtabletten leer ausgehen,  kann doch nicht die eigentliche Schlagzeile sein.

Wenn es zu einem (Super)-GAU im benachbarten maroden AKW-Meiler in Tihange kommt, sind alle betroffen - auch die mit Jodtabletten. Oder glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass diese Dinger einfach geschluckt werden können und das Problem ist vom Tisch?


Unsere Region wird auf lange Sicht - wenn nicht gänzlich unbewohnbar - so doch in unvorstellbarem Ausmaße betroffen sein. Nichts wird mehr so sein  wie vorher - von jetzt auf gleich.

Diese depperte Diskussion um Jodtabletten ist in sich ein hochgradiges Placebo, das Sicherheit und politisches Handeln vortäuscht, dort, wo nur Ohnmacht ist.


Wenn jetzt selbst der belgische Staat Jodtabletten an die Bevölkerung austeilen lässt, wer gibt dann noch etwas auf die Beteurerungs-Schwüre einer belgischen Atomaufsicht?
Und was nutzen dann Jodtabletten für unter 45-jährige, deren Verteilung im Ernstfall ohnehin nicht rechtzeitig erfolgen wird?
Das ist gerade so, als wenn Flüchtlinge von Schlepperbanden mit Schwimmflügelchen ausgestattet und dann auf einem maroden Gummiboot ohne Paddel zur Überfahrt auf´s Mittelmeer gesetzt würden.
Obwohl: Auch Letzteres ist ja offensichtlich Realität und wird allseits akzeptierend zur Kenntnis genommen.

Das Thema "AKW und gesellschaftspolitische Verantwortung" wird vollends absurd durch die aktuelle Meldung, dass die deutschen Stromkonzerne sich den Atom- und den damit einhergehenden Haftungsausstieg aus der zukünftigen Gesamtverantwortung  mal eben von den politisch Verantwortlichen mit einem lächerlichen "Peanuts-Betrag" von 23 Mrd. € erkauft haben. Die Bevölkerung, insbesondere aber nachfolgende Generationen der nächsten zig-Jahrtausende, zahlen die garantiert kommende Rechnung, vorausgesetzt, die Menschheit hat sich bis dahin nicht lange selbst „ausradiert“.